Kein Konzept für Mehrgenerationenhäuser

Anlässlich der heutigen Regionalkonferenz der Bundesregierung zu Mehrgenerationenhäusern erklären Ulrich Schneider, Sprecher für bürgerschaftliches Engagement, und Tabea Rößner, Sprecherin für Demografiepolitik:

Wieder einmal lädt die Bundesregierung zu einer Konferenz. Diesmal soll es um die Zukunft der Mehrgenerationenhäuser gehen. Aber einzelne Konferenzen und Versprechungen reichen nicht aus.

Noch vor drei Wochen brüstete sich die Bundeskanzlerin auf dem Demografiegipfel mit dem Erfolg der Mehrgenerationenhäuser und stellte sie als Leuchtturmprojekt vor. Sie sollen als Dreh- und Angelpunkt für verschiedenste Projekte zur Gestaltung des demografischen Wandels und zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements dienen. Nach der Bundestagswahl aber beginnt das Mehrgenerationenhaussterben, da ihre Förderung ausläuft. Bereits jetzt können sich viele finanzschwache Kommunen die Häuser nicht mehr leisten: Statt ursprünglich über 500 werden nur noch 453 Mehrgenerationenhäuser gefördert.

Schwarz-Gelb profiliert sich mit kurzfristigen und kurzgedachten Modellprogrammen und lässt Mehrgenerationenhäuser und damit zahlreiche Engagierte am ausgestreckten Arm verhungern. Wir brauchen endlich finanziell gut ausgestattete Kommunen, um solche Projekte langfristig auf eigene Beine zu stellen.

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