Schnelle Internetanschlüsse: Werbung und Wirklichkeit gehen weit auseinander

Zur Studie der tatsächlichen Geschwindigkeit von Breitbandanschlüssen von der Bundesnetzagentur erklärt Tabea Rößner, Sprecherin für Medienpolitik:

Die Studie zeigt eindeutig, dass Anspruch und Wirklichkeit beim Breitbandausbau in Deutschland weit auseinanderklaffen. Vielerorts müssen die Verbraucher nur mit einem Bruchteil der Geschwindigkeit surfen, die ihnen eigentlich von den Anbietern versprochen wurden. Wir brauchen keine Fantasiezahlen der Provider, sondern mehr Transparenz, wie hoch die Mindestbandbreite vor Ort tatsächlich ist. Für die Verbraucher sind die Angebote immer noch schwer zu durchschauen, zu schnell fällt man auf die hohen ,,bis zu…“-Versprechen der Anbieter rein, um dann viel Geld für wenig Leistung zu bezahlen.

Es fällt auch auf, dass gerade im ländlichen Raum eine starke Diskrepanz zwischen Versprochenem und Realität herrscht. Die Versorgung mit schnellem Internet kommt schon jetzt nur schleppend voran. Was die Endkunden dann als Breitband verkauft kriegen, verdient dann oft nicht diesen Namen. Wir fordern deshalb dringend eine Universaldienstverpflichtung für schnelles Internet. Wir wollen auf diesem Weg jedem Haushalt einen Breitbandanschluss von mindestens sechs Mbit/s ermöglichen, der vertraglich garantiert ist. Der Universaldienst soll über einen Unternehmensfonds finanziert werden.

Teile diesen Inhalt:

Artikel kommentieren