Mehr Fluglärm zu befürchten

Am heutigen Tag wurde bekannt, dass die Deutsche Lufthansa seit dem 1. Februar ein neues Verfahren bei den Abflügen testet. Davon erhoffe sich das Unternehmen Einsparungen von rund 3000 Tonnen Kerosin im Jahr. Die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete aus Mainz, Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), erklärt hierzu:

„Es muss sich für viele Bürgerinnen und Bürger der Rhein-Main Region wie ein Schlag ins Gesicht angefühlt haben, als sie heute die Nachricht über das neue Testverfahren der Lufthansa gelesen haben. Demnach steigen die Flieger beim Abflug deutlich langsamer. Das führt im Umkehrschluss natürlich dazu, dass die Flugzeuge länger tief fliegen.

Lufthansa gibt an, dass die Lärmauswirkungen noch nicht geklärt seien. Es ist doch aber logisch, dass tiefere Abflüge zu mehr Lärm am Boden führen. Da braucht man keine hellseherischen Fähigkeiten. In der Diskussion um die Frage, wie Fluglärm reduziert werden kann, gab es immer die Forderung von steileren Ab- und Anflügen. Was Lufthansa hier macht, ist das genaue Gegenteil.

Lufthansa vertritt mit dieser Maßnahme wieder einmal nur Eigeninteressen. Ich fordere das Unternehmen auf, ihrer Verantwortung als einer der größten Arbeitgeber in der Region gerecht zu werden. Ziel muss es sein, eine Reduzierung des gesamten Fluglärms in der Region zu erreichen. Da kommen bislang wenig Vorschläge von der Airline.“

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