Gut Leben im Wandel

Sehr geehrte Damen und Herren,

Liebe Freundinnen und Freunde,

der demografische Wandel ist in Deutschland in vollem Gange: In 20 Jahren wird mehr als die Hälfte der Bevölkerung 60 Jahre und älter sein. Auch wenn die Entwicklung regional sehr unterschiedlich verlaufen dürfte, ist sicher: Früher oder später sinkt fast überall die Einwohnerzahl und der Altersdurchschnitt steigt.

Eine zentrale Frage wird die nach dem Erhalt von Lebensqualität und Teilhabemöglichkeiten sein. Zwar ist die Existenzsicherung durch Erwerbsarbeit und Transferleistungen eine grundlegende Voraussetzung für Teilhabe und den Zusammenhalt der Gesellschaft, doch der Zugang zu Bildung und Gesundheit, zu sozialen und kulturellen Angeboten sind für ein gutes Leben nicht minder wichtig. Wie können wir die soziale Infrastruktur gestalten und an die sich verändernde Gesellschaft anpassen. Das wird ein Schwerpunkt unseres Kongresses sein.

Gemeinsam mit Ihnen wollen wir darüber diskutieren, wie wir Wohlstand und Lebensqualität im demografischen Wandel erhalten können. Neue Denkansätze und kreative Ideen sind gefragt. Deswegen werden wir nicht nur über die Symptome des Wandels reden, sondern Perspektiven, neue Zukunftsvisionen und veränderte Gesellschaftsbilder aufzeigen. Wie soll das Zusammenleben der Generationen im Jahr 2050 aussehen, welche neuen Alters- und Familienbilder brauchen wir?

Eine schrumpfende und vor allem älter werdende Bevölkerung wird oft mit weniger Produktivität und Innovationskraft und infolgedessen mit weniger Wachstum gleichgesetzt. Dies gilt, solange wir uns am bisherigen Wachstumsbegriff orientieren. Wohlstand ist aber keine ausschließliche Begleiterscheinung von Wachstum und orientiert sich nicht nur an materiellen Gütern. Zahlreiche Studien zeigen, dass sich vor allem genügend Zeit für Familie, Freundinnen und Freunde, Bildung und Gesundheit positiv auf das Wohlbefinden der Menschen auswirkt. Wie könnte aber so eine „Postwachstumsgesellschaft“ mit guter Balance zwischen Erwerbsarbeit und Familien- bzw. Freizeitleben aussehen? An dieser Stelle möchten wir die Diskussion um die Gestaltung des demografischen Wandels mit der Wachstumsdebatte verbinden, die auch in der Enquetekommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ geführt wird. Im ersten Teil unseres Kongresses geben Expertinnen und Experten Denkanstöße und mögliche Antworten auf diese Fragen. In den folgenden vier Workshops wollen wir folgenden Fragen nachgehen: Welche Herausforderung stellt der demografische Wandel für die Arbeitswelt dar? Ist Alter per se ein Wachstumshemmnis? Wie können wir die längere Lebenszeit nutzen , um die „rush hour“ des Lebens zu entzerren? Und was können wir von ländlichen Regionen bereits heute lernen.. In der Schlussrunde wird es um die Verbindung von Bürgergesellschaft und demografischem Wandel gehen.

Wir laden Sie herzlich ein, gemeinsam mit uns zuzuhören, Strategien zu debattieren und Gedanken auszutauschen. Lassen Sie uns zusammen über unsere zukünftige Gesellschaft nachdenken und neue Ideen entwickeln!

Die näheren Angaben über Programm, Zeit, Ort, ReferentInnen und Anmeldeformalitäten finden Sie in unserem Internetangebot unter:

http://www.gruene-bundestag.de/news/termin_ID_2000125/veranstaltung/gut-leben-im-wandel-der-gruene-demografiekongress.html

Bitte nutzen Sie die Möglichkeit der online-Anmeldung bis 20.02.2013:

http://www.gruene-bundestag.de/news/anmeldungen/online-anmeldungen/demografiekongress_ID_4386953.html

 

Mit freundlichen Grüßen

Tabea Rößner, Sprecherin für Demografiepolitik

Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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