Malu Dreyer steht für einen anderen Politikstil

Am heutigen Mittwoch ist die ehemalige Sozialministerin Malu Dreyer zur Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz gewählt worden. Die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete aus Mainz, Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), erklärt hierzu:

Es freut mich sehr, dass mit Malu Dreyer zum ersten Mal eine Frau das Land Rheinland-Pfalz regiert. Zudem hat sie bereits Themenschwerpunkte gesetzt, die für das Land wichtig sind. Malu Dreyer will sich neben dem sozialen und ökologischen Umbau der Gesellschaft für mehr Bürgerbeteiligung einsetzen und die Herausforderungen des demografischen Wandel angehen. Ich bin überzeugt davon, dass sie gemeinsam mit der rot-grünen Landesregierung das Land weiter voranbringen wird.

Ich kenne die neue Ministerpräsidentin noch aus ihrer Zeit als Sozialdezernentin der Stadt Mainz. Seitdem habe ich sie als Politikern, die zuhört und nicht auf ihrem Standpunkt beharrt, schätzen gelernt. Das wird bei den Bürgerinnen und Bürgern gut ankommen. Ich bin mir sicher, dass dieser Politikstil für die politische Kultur im Land sehr dienlich ist.

Gleichwohl werden auch große Aufgaben auf sie zukommen. Die Menschen leiden in vielen Regionen unter zunehmendem Lärm. Dreyer hatte angekündigt, eine Bundesratsinitiative zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger auf den Weg zu bringen. Ich kann sie hierbei nur bestärken und hoffe, dass sie in dieser und anderen zentralen Fragen auch bundespolitisch an Einfluss gewinnt.

Für die großen Herausforderungen in den nächsten Jahren wünsche ich ihr Ausdauer, ein glückliches Händchen bei wichtigen Entscheidungen und bei der Umsetzung ihrer Ziele viel Erfolg. Dem scheidenden Ministerpräsidenten Kurt Beck wünsche ich für den politischen Ruhestand ebenso alles erdenklich Gute. Bei allen politischen Differenzen in der Vergangenheit ist anzuerkennen, dass er in seiner Amtszeit viel für Rheinland-Pfalz erreicht und das Land sehr geprägt hat.

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