Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest: Standort muss erhalten bleiben

Die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete aus Mainz, Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), besuchte die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest auf dem Mainzer Lerchenberg, um über die geplante Reform aus dem Bundesverkehrsministerium zu diskutieren. Rößner erklärt hierzu:

Grundsätzlich ist eine Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) richtig. Die WSV ist die größte Behörde des Bundesverkehrsministeriums, verwaltet aber nur zwölf Prozent des Transportaufkommens in der Bundesrepublik Deutschland. Die spannende Frage ist aber, wie eine solche Reform gestaltet ist und wo eingespart werden soll.

Bundesverkehrsminister Ramsauer verfolgt nicht nur bei dieser Reform die ‚Top-Down‘-Variante. Seine Vorschläge sind weder mit den Behörden noch mit den Beschäftigten vor Ort diskutiert worden. Die notwendigen Umstrukturierungen erfordern aber gerade einen engen Dialog mit der Verwaltung vor Ort. Gutsherrenart ist hier fehl am Platz.

Ebenso ergibt eine Reform nur dort Sinn, wo das Verkehrsaufkommen in den vergangenen Jahren abgenommen hat. Die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest (WSD-Südwest) verantwortet mehr als 1183 Kilometer Bundeswasserstraße. Zudem gehören Teile des Rheins, der Fluss mit dem größten Verkehrsaufkommen deutschlandweit, in ihren Zuständigkeitsbereich. Es ist daher nicht sinnvoll, dort Stellen abzubauen oder gar die Behörde ganz zu schließen.

Im Frühjahr soll die genaue Einteilung der Wasserstraßen vorliegen. Die Reformen des Bundesverkehrsminister werde ich im kommenden Jahr genau beobachten.

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