Intendantensuche bei der Deutschen Welle transparent gestalten!

Zur gestrigen Meldung des Rundfunkrates der Deutschen Welle, eine Findungskommission zur Neubesetzung des Intendantenpostens einzusetzen, erklärt Tabea Rößner, medienpolitische Sprecherin:

Der Intendant der Deutschen Welle muss in einem transparenten Verfahren gefunden werden. Ich hoffe, dass die Findungskommission jeden Anschein von Posten-Gemauschel im Hinterzimmer von Anfang an vermeidet. Dazu muss sie in einer Ausschreibung klare Kriterien für die Auswahl von Kandidatinnen und Kandidaten formulieren und veröffentlichen. Um endlich mehr Führungspositionen in den Medien weiblich zu besetzen, darf darin der Satz „Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht“ nicht fehlen.

Vor dem Hintergrund der Querelen um den Ex-ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender und die Kritik an der Besetzung der BR-Intendanz mit dem ehemaligen Regierungssprecher Ulrich Wilhelm ist der Rundfunkrat der Deutschen Welle gut beraten, die Staatsferne der „medialen Stimme Deutschlands“ bei der Suche nach einem neuen Intendanten herauszustellen. Auch und gerade weil die Deutsche Welle steuerfinanziert ist, muss ihre Unabhängigkeit von politischen Machtinteressen deutlich unterstrichen werden.

Was für die öffentlich-rechtlichen Sender gilt, trifft auch auf die Deutsche Welle zu: Wir wollen keinen Schwarzfunk und auch keinen Rot- oder Grünfunk. Wir wollen einen unabhängigen Rundfunk.

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