FR-Insolvenz: Medienvielfalt nimmt weiter ab

Anlässlich der Insolvenz der Frankfurter Rundschau erklärt Tabea Rößner, medienpolitische Sprecherin:

Der Insolvenzantrag der Frankfurter Rundschau ist sehr bedauerlich. Mit einer Insolvenz der FR geht Deutschland wieder ein Stück Meinungsvielfalt verloren und ein Ende ist nicht in Sicht.

Besonders hart trifft es die Journalisten der Rundschau, die in den vergangenen Jahren bereits auf Vieles verzichtet haben, um ihre Zeitung am Leben zu erhalten. Für sie muss jetzt vom DuMont-Verlag eine akzeptable Lösung gefunden werden.

Die Insolvenz der Rundschau zeigt, dass wir mitten in der größten Pressekrise in der Geschichte der Bundesrepublik stecken. Der Zusammenschluss mit der Berliner Zeitung unter dem DuMont-Verlagsdach konnte die Rundschau offensichtlich nicht retten. Damit zeigt sich auch, dass die Strategie der Bundesregierung, mit erleichterten Pressefusionen und mit dem Leistungsschutzrecht Zeitungsverlage zu stärken, nicht aufgehen wird. Beides hätte der Rundschau nicht geholfen.

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