Mehr Lärm durch sechs Streifen

„Ein sechstreifiger Ausbau hat gegenüber einer 4plus2-Variante nur einen Vorzug: es kann ganztägig schneller gerast werden. Je höher jedoch das Tempo, desto höher ist auch die Belastung durch Lärm und Schadstoffe. Wenn diese Ausbauvariante kommt, entsteht also mehr Lärmbelastung als zuvor. Mit einer 4plus2 Variante und einem konsequenten Tempolimit lässt sich dagegen der Lärm so niedrig halten, dass die gesetzlichen Grenzwerte in den angrenzenden Wohngebieten eingehalten werden“, erklärt Ansgar Helm-Becker, Fraktionssprecher der GRÜNEN im Mainzer Stadtrat.

„Dass Frau Granold auf die Mittel des Bundes für Lärmsanierungen verweist zeigt, wie wenig sie sich offenbar mit der Problematik beschäftigt hat. Von diesen 50 Millionen Euro erhält Rheinland-Pfalz gerade einmal einen geringen Bruchteil. Dieses Programm ist also nicht viel mehr als ein Feigenblatt des Bundes in der Lärmdebatte. Dies müsste Frau Granold aus dem Streit um Lärmschutz an der A63 bereits wissen“, so Helm-Becker weiter.

„Die Grünen auf Bundesebene fordern seit langem, dass die Mittel für Lärmsanierungen deutlich aufgestockt werden. Auch die Bestimmungen, die für 4plus2-Varianten andere Regeln aufstellen als für einen sechsstreifigen Ausbau, wurden in Berlin gemacht“, erläutert Tabea Rößner, GRÜNE Bundestagsabgeordnete aus Mainz.

„Bundesautobahnen sind in erster Linie Bundesangelegenheit. Frau Granold, Sie sind Mitglied der Regierungsfraktion und Ihr Unionskollege Ramsauer ist Verkehrsminister. Bitte erklären Sie den Menschen in der Region doch mal, warum Sie sich nicht für die Änderung der geltenden Regelungen einsetzen“, fordert Tabea Rößner, MdB die CDU Abgeordnete auf.

„Wenn Frau Granold wirklich an mehr Geld für Lärmschutz gelegen ist, sollte sie sich gemeinsam mit den GRÜNEN auf Bundesebene dafür einsetzen. Wir werden mit unserer Kritik solange nicht nachlassen, bis Frau Granold sich dieser Verantwortung stellt“, macht Rößner klar.

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