NDR untertunnelt Frauenquote

Zur neu eingeführten „30 Prozent-Quote“ beim NDR erklärt Tabea Rößner, medienpolitische Sprecherin:

Diese Quote ist Quatsch und konterkariert das Ziel, Frauen zu fördern und ihnen den Weg in die Führungsebenen zu ebnen. Mit dieser Entscheidung untertunnelt der NDR das gesetzte Ziel der Frauenquote. Statt die 50-50-Regelung konsequent zu verfolgen, will sich der NDR künftig offenbar mit 30 Prozent Frauen zufrieden geben. Da ist dem Norddeutschen Rundfunk auf halbem Weg die Puste ausgegangen. Das 50-Prozent-Ziel muss auch weiterhin stehen. Mit dieser Neuausrichtung müssen sich jetzt die Gremien des NDR befassen werden. Die Geschäftsleitung des NDR jedenfalls besteht weitgehend aus Männern, die Spitze ausschließlich. Und auch die 27 Programmbereiche werden nur in sieben Fällen von Frauen geleitet. Es gibt daher deutlichen Nachholbedarf. Als öffentlich-rechtliche Anstalt sollte der NDR als Vorbild vorangehen und zeigen, dass eine geschlechtergerechte Unternehmenspolitik möglich ist.

 

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