Gemeinsam gegen Fluglärm

Auf das Schreiben der rheinland-pfälzischen Bundestagsabgeordnete aus Mainz, Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), hinsichtlich der zunehmenden Belastung der Region durch Fluglärm auch für die rheinhessischen Unternehmen und Betriebe, lud die Kreishandwerkschaft Mainz-Bingen die Abgeordnete zu einem Gespräch ein. An dem Treffen nahmen der Geschäftsführer Karl-Ludwig Krauter und der Kreishandwerkmeister Felix Harth teil.

Nach dem Gespräch entstand folgende Erklärung:

Die Kreishandwerkschaft Mainz-Bingen und die Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner sind besorgt über den wachsenden Fluglärm in Rheinhessen. Seit der Inbetriebnahme der Nordwestbahn am Frankfurter Flughafen im Oktober 2011 hat sich die Situation in der Region, in Mainz und dem Umland, drastisch verschlechtert.

Der Fluglärm in Rheinhessen wirkt sich negativ auf die hier ansässigen Unternehmen und ihre Beschäftigten aus. Unternehmen klagen darüber, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übermüdet und angespannt sind. Firmen überlegen daher, der Region den Rücken zu kehren. Eine Situation, die den Wirtschaftsstandort Rheinhessen extrem schwächt.

Mit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes vom 4. April 2012 ist klar, dass ein Nachtflugverbot in der Zeit von 23 bis 5 Uhr rechtmäßig ist. Diese Entscheidung begrüßen wir ausdrücklich. Die Diskussion ist jedoch damit nicht beendet. Es ist notwendig, über weitere Maßnahmen, wie eine Erweiterung des Nachtflugverbotes zwischen 22 bis 6 Uhr, veränderten An- und Abflugverfahren und höhere Gebühren für lautere Flugzeuge zu sprechen. Ein Miteinander zwischen Region und Flughafen kann es nur dann geben, wenn der Schutz der Bevölkerung in einem der dichtbesiedelten Gebiete der Bundesrepublik mit Priorität behandelt wird.

Auch künftig werden sich die Kreishandwerkschaft Mainz-Bingen und die Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner für eine bessere Lebensqualität in Rheinhessen stark machen. Hierzu setzt sich Rößner auf Bundesebene dafür ein, dass es eine bundeseinheitliche Regelung für ein Nachtflugverbot gibt.

Gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen und Verbänden wird die Kreishandwerkschaft das Thema weiterhin auf die Tagesordnung setzen und Verbündete finden, um das Interesse der Wirtschaft und ihrer Beschäftigten aus der Region gegenüber dem Flughafenbetreiber deutlich zu machen.

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