Lärmschutz auch in Berlin erkämpfen

Zur Ankündigung der Klein-Winternheimer Ortsbürgermeisterin Ute Granold und dem Marienborner Ortsvorsteher Bernd Noll, gebiets- und parteiübergreifend gegen Autobahnlärm vorzugehen, erklärt Tabea Rößner MdB, Mitglied des Mainzer Stadtrats:

„Wir begrüßen die Bereitschaft der Unionsvertreter parteiübergreifend für einen besserten Schutz vor Autobahnlärm zusammenzuarbeiten. Die Forderung von Ute Granold, die Lärmkartierung für die A 63 zu überarbeiten, greift zudem einen Teil des GRÜNEN Antrags auf, der in der letzten Stadtratssitzung verabschiedet wurde. Unser Antrag geht jedoch noch weiter, denn er fordert eine Gesamtlärmstudie, die die Überlappung der Lärmbelastung durch A 60 und A63 sowie den Fluglärm berücksichtigen soll. Wir sind uns sicher, dass eine solche Studie die Überschreitung der Lärmgrenzwerte klar belegen wird. Den Fluglärm in die Lärmberechnungen aufzunehmen ist auch für Klein-Winternheim wichtig“, so Rößner.

„Die bisherigen Regelungen zum Lärmschutz sind in Bundesgesetzen geregelt. Wenn Frau Granold wirklich parteiübergreifend zusammenarbeiten will, sollte sie als Bundestagsabgeordnete in Berlin die Vorschläge der GRÜNEN Bundestagsfraktion unterstützen. Diese sehen einen stärkeren Lärmschutz auch ohne einen Ausbau vor und würden somit mehr Lärmschutz für die Anwohner_innen der A 63 ermöglichen“, erläutert Rößner.

„Wir erwarten, dass sich Bernd Noll nun auch unseren Argumenten öffnet“, erklärt GRÜNEN-Fraktionssprecher Ansgar Helm-Becker. „Beim Runden Tisch zum Ausbau der A643 hat das Landesinfrastrukturministerium klargestellt, dass auch bei einer „4 plus 2“-Lösung bei Überschreitung der Grenzwerte zusätzlicher Lärmschutz realisiert würde. Dies gilt analog auch für die A 60, da auch hier für eine „4-plus2“-Variante ein neuer Standstreifen angebaut würde. Herr Noll sollte also unseren Kampf für diese Variante unterstützen, damit wir zusätzlichen Lärmschutz erhalten, ohne dass die Autobahn noch näher an Wohnhäuser rückt“, so Helm-Becker abschließend.

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