Ein Freudentag für Mainz!

„Heute ist ein Freudentag für alle Mainzerinnen und Mainzer. Nun werden die Kohlekraftwerkspläne nun ein für alle Mal begraben. Das ist ein erfreuliches Ergebnis der Aufsichtsratssitzung der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG“, erklärt Tabea Rößner, MdB, langjähriges Stadtratsmitglied der GRÜNEN in Mainz.

„Dabei sah es zu Beginn der Kohlekraftwerksdebatte finster aus für Klimaschutz und Luftqualität in Mainz. Eine große Mehrheit der Stadtratsmitglieder trug die Pläne für das Kohlekraftwerk lange mit, die beiden Oberbürgermeister Beutel und Müller hielten eisern am Projekt fest. Von alledem ließen sich engagierte Bürgerinnen und Bürger nicht ermutigen, auch selbst zu dem Zeitpunkt nicht, als die Genehmigung schon erteilt war. Sie traten einen Kampf gegen den Klimakiller an, der über sieben Jahre dauerte“, erinnert Rößner.

„Heute wurden die Schritte für die endgültige Beerdigung bekannt. Wenn in der kommenden Woche die Aufsichtsräte von Stadtwerke Mainz und ESWE sowie die Hauptversammlung diese Empfehlung nachvollziehen, dann ist der Kohlekoloss wirklich tot. Letztlich führten wirtschaftliche Aspekte zu diesem Beschluss. Im Zeitalter der Energiewende rechnen sich Kohlekraftwerke nicht mehr. Als Brückentechnologie sind allenfalls Gaskraftwerke geeignet, da sich diese flexibel regeln lassen. Die KMW AG folgt nun endlich unserer Argumentation und erkennt, dass der Bau des Klimakillers das Unternehmen auch wirtschaftlich gefährdet hätte. Letztlich ist die Entscheidung gegen das Kohlekraftwerk keine ideologische, sondern eine sachliche“, so Rößner weiter. „Im Kampf gegen die globale Erwärmung gehört die Zukunft klar den erneuerbaren Energien. Deren Ausbau hat letztlich dazu geführt, dass Kohlekraftwerke nicht mehr rentabel sind.“

„Das Kohlekraftwerk ist an der mangelnden Akzeptanz in der Bevölkerung gescheitert. Der heutige Beschluss zeigt somit, wie wichtig das Engagement kritischer Bürgerinnen und Bürger gegen wirtschaftlich unsinnige und ökologisch schädliche Großprojekte ist. Es ist ein großer Erfolg für die zahllosen Kraftwerksgegener_innen, die mit einem langen Atem für ihre Überzeugung gekämpft haben“, so Rößner abschließend.

Tabea Rößner, MdB (Mitglied des Mainzer Stadtrats)                                                                  f.d.R.: Christian Heitzmann (Fraktionsgeschäftsführung)

 

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