Facebook-Kinderversion allein reicht nicht aus!

Laut „Wall Street Journal“ denkt Facebook intensiv über eine Kinderversion mit Aufsicht der Eltern nach. Hierzu erklärt die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete aus Mainz und medienpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):

Eine Kinderversion von Facebook allein reicht nicht aus. Es muss vor allem sichergestellt werden, dass die weitreichendsten Sicherheitseinstellungen von vornherein eingerichtet sind. Dieser Standard sollte nicht nur für die Kinderversion, sondern für alle Nutzerinnen und Nutzer etabliert werden. Nur so kann Facebook einen wirksamen Schutz garantieren.

Mit dieser Maßnahme könnten viele davor bewahrt werden, ohne ihr Wissen in den Ergebnissen von Suchmaschinen aufzutauchen, Nachrichten von Fremden zu erhalten und auf diesem Weg Opfer von Phishing-, Scamming- oder sonstigen Attacken zu werden.

Mit der Überlegung, eine Kinderversion für Facebook einzurichten, reagiert das Unternehmen auf ohnehin schon lange feststehende Erkenntnisse. Altersbeschränkungen sind für Kinder keine Hürden um sich bei sozialen Netzwerken anzumelden. Dies haben zahlreiche Studien belegt. Ebenso bleibt zu diesem Zeitpunkt offen, ob Facebook wirklich eine Kinderversion plant oder ob es sich nur um eine Imagekampagne handelt.

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