Solidarität mit inhaftierten Journalisten im Iran!

Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit macht die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete und medienpolitische Sprecherin, Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), in diesem Jahr gemeinsam mit der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) auf Menschenrechtsverletzungen im Iran aufmerksam. Rößner erklärt:

„In vielen Ländern wird die Presse- und Meinungsfreiheit massiv eingeschränkt. Iran ist eines dieser Länder. Dort geht der Staat zum Teil brutal gegen Oppositionelle, regimekritische JournalistInnen und BloggerInnen vor. Viele von ihnen sitzen als politische Inhaftierte im Gefängnis. Die Haftbedingungen sind sehr schlecht. Auch Fereshteh Shirazi, die iranische Frauenrechtlerin und Bloggerin, befindet sich derzeit im Gefängnis in Amol. Wegen ‚Störung der öffentlichen Meinung durch Verleumdung und Beleidigung der Obrigkeit‘ sowie ‚regimefeindlicher Propaganda‘ wurde sie zu drei Jahren Haft verurteilt. Es ist für uns in Deutschland unvorstellbar, wegen kritischen Äußerungen gegenüber der Regierung verurteilt zu werden. Umso wichtiger ist es, dass wir auf diese Menschenrechtsverletzungen immer wieder aufmerksam machen und unsere Solidarität bekunden, auch wenn wir nicht direkt und sofort etwas verändern können.“ Um ein Zeichen für Menschenrechte und freie Meinungsäußerung zu setzen, hat Tabea Rößner eine Patenschaft für Fereshteh Shirazi übernommen.

Im Vorfeld des Internationalen Tags der Pressefreiheit hat Tabea Rößner zusammen mit der IGFM zwei Veranstaltungen in Mainz organisiert:

Freitag, den 27. April um 19 Uhr in der Buchhandlung „Bukafski“ (Kurfürstenstraße 9, 55118 Mainz): Lesung mit Houshang Asadi „Letters to my torturer“ („Briefe an meinen Folterer“)

Das Buch von Houshang Asadi beschreibt die eigentlich unbeschreiblichen Erfahrungen des Autors in den berüchtigtsten Gefängnissen der Islamischen Republik Iran in den ersten Jahren nach der Revolution. Vor der islamischen Revolution war der 1951 im Iran geborene Autor stellvertretender Herausgeber der im Iran populärsten Tageszeitung Kayhan und 12 Jahre lang Chefredakteur des Cinematischen Magazins Gozaresh. Nach vielen Jahren in iranischen Gefängnissen und massivsten psychischen und physischen Folterungen wurde er zum Tode verurteilt, dann jedoch begnadigt. Seit 2003 lebt er in Paris im Exil.

Samstag, den 28. April ab 10 Uhr: Mahnwache gegen Menschenrechtsverletzungen im Iran an der Römerpassage (Ecke Sparda Bank)

An diesem Tag protestieren IGFM-Mitglieder und UnterstützerInnen mit einer Mahnwache gegen die Inhaftierung der politischen Gefangenen und Menschenrechtsverletzungen in der Islamischen Republik Iran. Es werden Unterschriften für Fereshteh Shirazi gesammelt. Von 10.00 bis 12.00 Uhr macht die IGFM mit Transparenten, Flugblättern und Unterschriftenlisten sowohl auf diesen Fall als auch auf andere Menschenrechtsverletzungen im Iran aufmerksam.

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