US-Klinik-Projekt wird überprüft

In einem Brief an Bundesbauminister Peter Ramsauer verlangte die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner (GRÜNE) Aufklärung über das Bauvorhaben des US-Hospitals in Weilerbach. Nach Antwort des Staatssekretärs Rainer Bomba auf Fragen zu den Baukosten, dem Raumprogramm und nach einer möglichst umweltschonenden Bauweise erklärt Tabea Rößner:

„Das Klinik-Projekt wird aufgrund des klammen US-Haushaltes und den aktuellen Sparvorgaben überprüft, teilte Staatssekretär Bomba mit. Die Konzeptplanung sei noch nicht abgeschlossen. Dabei könne es zur Reduzierung des Projektes kommen. Das Ministerium rechnet im späten Frühjahr mit konkreten Ergebnissen. Bisher wurden Baukosten von knapp 1 Milliarde Euro öffentlich kommuniziert, von denen auf den Bund  127 Millionen Euro für Planungskosten zukommen würden. Diese Zahlen hat das Bundes­bau­ministerium nicht bestätigt.

Die Aussage von Staatssekretär Bomba, dass auf eine flächenschonende und ökologisch sinnvolle Konzeptionierung geachtet werde, kann ich nicht nachvollziehen, da in einem weitgehend bewaldeten Gebiet neu gebaut wird. Auch wenn noch keine genauen Zahlen zum Flächenverbrauch vorliegen, kann man davon ausgehen, dass der Eingriff erheblich sein wird.

Nach den Antworten aus dem Bundesbauministerium soll sich das Raumprogramm auf ein überwiegend ambulantes Versorgungs­system stützen. Für die ambulanten Abteilungen sind 35.000 m² Nutzfläche geplant, für stationäre Abteilungen 11.000 m² und für medizinische Unterstützungseinrichtungen wie Labore und Diagnose 12.000 m². 31.000 m² sind nicht medizinischen Nutzungen wie Ausbildungsräumen oder Serviceeinrichtungen vorbehalten. Auch diese neuen Zahlen erklären die extrem hohen Baukosten nur ansatzweise. Im Laufe des Verfahrens hoffe ich auf mehr Transparenz, damit wir wissen, was in Weilerbach eigentlich gebaut werden soll.“

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