Mehr Rechte für Kunden

Bislang hat sich die Telekom geweigert, Kunden mit der neuen Funktechnik LTE zu versorgen, die bereits DSL-light zur Verfügung haben.  DSL-light verfügt aber nur über einen Download von 384 kbit/s sowie einen Upload von 64 kbit/s. LTE kann zwischen 1 und 2 Mbit/s möglich machen. Dass die Telekom den Kunden aus diesem Grund einen LTE-Anschluss untersagt hat, ist eine Farce. Denn DSL-light klingt zwar nett, ist aber ein Schmalspuranschluss, mit dem heute niemand effektiv das Netz nutzen kann. Durch den Erwerb der Funkfrequenzen für LTE hat sich unter anderem die Telekom zum Ausbau von LTE in den ländlichen Regionen verpflichtet. Mit der Verweigerung der Telekom wurde das Ziel der Frequenzversteigerung unterlaufen.

Rößner hatte deshalb vor einigen Wochen bei der Bundesregierung  angefragt, aber auch der war die Praxis nicht bekannt. Offensichtlich kam durch Einschalten des Bundeswirtschaftsministerium Bewegung in die Angelegenheit. Denn die Telekom teilte jetzt mit: Ab dem 28. Juni wird sie auch den Kunden mit einem DSL-light Anschluss das schnellere LTE anbieten. Damit wird die Diskriminierung einzelner Kunden nun hoffentlich beendet. „Dies begrüßen wir ausdrücklich. Denn schnelles Internet ist Voraussetzung für die gesellschaftliche Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger sowie für die wirtschaftliche Perspektive von Unternehmen“, so Rößner.

Der Landesparteitag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Rheinland-Pfalz hat vor zwei Wochen diese Geschäftspolitik einzelner Anbieter angeprangert: „Mit ihrer Anschlusspraxis kam die Dt. Telekom ihrer Verpflichtung nicht nach“, kritisiert die medienpolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion, die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner, das Geschäftsgebahren des Unternehmens. „Wir haben Beschwerden aus der Pfalz erhalten, denen wir nachgegangen sind.“

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Rheinland-Pfalz haben darüber hinaus in ihrem Parteitagsbeschluss die Landesregierung aufgefordert, tätig zu werden und valide Daten zur Versorgungssituation zu erheben und zu veröffentlichen. „Dies ist ein Schritt zum im rot-grünen Koalitionsvertrag vereinbarten Ziel, bis Ende 2012 jeden Haushalt in Rheinland-Pfalz eine Grundversorgung mit leistungsfähigem Breitband unter Einbezug aller vorhandenen Technologien zur Verfügung zu stellen“, sagt Tabea Rößner abschließend.

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