Klares Zeichen setzen

Die Mainzer Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner ruft zur Teilnahme an der Demonstration gegen  Fluglärm auf. Veranstalter sind mehrere Initiativen gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens. Sie wollen auf die geplanten Flugrouten aufmerksam machen, die einseitig die Menschen in Mainz und Rheinhessen belasten würden. Weitere Forderungen sind: Ein Nachtflugverbot, das zwischen 22 und 6 Uhr gilt; Begrenzung des Luftverkehrs über Wohngebieten sowie steuerliche Gleichbehandlung des Luftverkehrs statt der bisherigen Begünstigungen gegenüber der Schiene.

„Ich hoffe auf eine starke Teilnahme an der Demonstration, damit wir ein klares Zeichen setzen, dass die Menschen in Mainz und Rheinhessen nicht ohne Weiteres die zusätzlichen Belastungen hinnehmen, die durch den Ausbau des Frankfurter Flughafens entstehen“, sagt Rößner, die sich seit vielen Jahren gegen den Ausbau engagiert. „Da der Ausbau juristisch zwar kaum noch zu verhindern ist, müssen wir jetzt für die geringste Belastung der Bevölkerung in und um Mainz streiten. Die letzte Entscheidung über die Flugrouten trifft das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung. Den Verantwortlichen dort müssen wir sehr deutlich machen, dass die in Hessen geplante Regelung zu einer einseitigen Belastung der Menschen in Mainz und Rheinhessen führen würde. Und dass es Alternativen zu den geplanten Flugrouten gibt, wurde durch die Studie vom NLR Air Transport Safety Institut ja belegt.“

Die Demonstration startet am Samstag, 19. Februar 2011, um 11 Uhr. Die Protestierenden treffen sich am Mainzer Hauptbahnhof, von dort geht es weiter zum Staatstheater, wo um 12 Uhr die Kundgebung beginnt. Redner sind Professor Thomas Münzel, der eine Studie über die Wirkung von Fluglärm verfasst hat, sowie Dietrich Elsner vom örtlichen Bündnis.

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