Auwald Speyer: Besichtigung der Schäden

Einen Ortstermin mit Hindernissen erlebte Tabea am Speyerer Rheindamm.  Unter Führung des BUND-Regionalbeauftragten Roland Kirsch besichtigte sie die Schäden an den Bäumen im Auwald, die wegen des Flugplatzausbaus gekappt wurden. Das Ergebnis: Ein wertvolles Naturschutzgebiet ist schwer geschädigt. Veranstaltet haben die Speyerer GRÜNEN und die Bürgerinitiative „Lebensqualität statt Flugplatzausbau“ die Besichtigung. Neben Tabea sprach die Landtagskandidatin der GRÜNEN aus der Region, Anne Spiegel, zu den BesucherInnen.

Ein Thema der Besichtigung war der Widerspruch zwischen den Meldungen der Flugplatz-Ausbauer und der erlebten Realität: So verlautbaren diese gerne, auf dem Speyerer Flugplatz werde nur in einem sehr niedrigen Takt gestartet und gelandet. Das erlebten die rund 50 Besucherinnen und Besucher der Besichtigung anders: An dem sonnigen Tag brummten spätestens alle fünf Minuten unüberhörbar Flugzeuge und sorgten so für einen unfreiwilligen Stopp der Ausführungen Kirschs.

Kirsch geht davon aus, dass viele der gekappten Bäume nicht überleben würden. Bittere Ironie. Denn: „Auch wenn es in den Verlautbarungen heute anders heißt. Eigentlich sollten die Bäume ganz gefällt werden. Wir Ausbaugegner haben durch öffentlichen Druck erzwungen,  dass sie nur gekappt werden“, sagte Kirsch.

In dem öffentlichen Druck sieht auch Tabea die Chance, sich weiter gegen den wirtschaftlich unsinnigen Ausbau einzusetzen. Sie sagte zu den BesucherInnen: „Wir haben nie versprochen, dass wir den Ausbau verhindern können. Aber wir werden mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, ihn zu verhindern. Und daran hat sich auch nichts geändert, obwohl es jetzt nur noch wenig Aussicht gibt, den Ausbau zu stoppen.“

Der Ausbau ist nur möglich, weil die Landesregierungen diesen mit mehreren Millionen bezuschusst. „Der Ausbau ist aber nicht im öffentlichen Interessen. Er dient nur der Bequemlichkeit einiger Manager. Die Mehrheit muss Fluglärm, Unfallgefahr und Einschnitte in geschützte Natur hinnehmen. Wir werden daher den Kampf gegen den Ausbau des Speyerer Flugplatzes zum Thema im Wahlkampf machen.“  rio

Teile diesen Inhalt:

Artikel kommentieren