Klein, bunt und gefährlich: Aktion mit Tabea, Uli Höfken und Daniel Köbler vor der Römerpassage

Sie sind klein, bunt und lassen so manchen unter Shaun-Das-Schaaf-Pullis versteckten Puls höher schlagen. Umso schlimmer, dass Spielzeuge oft Giftstofffe enthalten. Zusammen mit der Bundestagsabgeordneten Uli Höfken machte Tabea in Mainz darauf aufmerksam und forderte strengere Grenzwerte für Kinderspielzeug.

Mit Bauklötzen, Kuscheltieren und Postkarten warben Tabea und Uli Höfken an der Mainzer Römerpassage für besseren Schutz der Kinder vor giftigem Spielzeug. Am Stand gab es viel Hilfe. Der Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Rheinland-Pfalz, Daniel Köbler, unterstützte die Initiative, ebenso mehrere Mitglieder des Mainzer Kreisverbandes und ein ganz besonderer Gast: ein menschengroßer Spielbär – allerdings ein Problembär, wie die Aufschrift auf seinem Rücken verriet: „Liebe Kinder, ich kann giftig sein.“

Denen war das egal. Glänzende Blicke wanderten an dem grau-braunen Bären aufwärts. Kinder können nicht zwischen giftig und ungefährlich unterscheiden. Das ist Sache der Eltern. „Umso erfreulicher ist es, dass sich an dem Stand trotz Kälte und Weihnachtsstress viele für das Thema interessiert haben“, stellt Tabea fest. „Erstaunlicherweise sind es häufiger die Omas und Opas, die nachfragen.“

Dabei sind die Kennzahlen erschreckend: Im Oktober hat Stiftung Warentest einen Test mit katastrophalen Ergebnissen veröffentlicht: 80 Prozent der getesteten Spielzeuge waren schadstoffbelastet, darunter auch bekannte Marken aus Deutschland. Möglich ist das, weil die Europäische Union viel zu hohe Grenzwerte gesetzt hat. Trotz wiederholter Funde von hochbelasteten Spielzeugen werden diese nicht aus den Regalen genommen.

Das Bundesamt für Risikoforschung fordert deshalb neue Grenzwerte. „Wir Grüne fordern seit langem, dass Gifte, Weichmacher und andere Schadstoffe generell aus Spielzeugen verschwinden“, sagt Tabea. „Hier besteht akuter Handlungsbedarf.“  Schon im Januar 2008 hat die grüne Bundestagsfraktion einen entsprechenden Antrag auf den Weg gebracht. „Von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner ist aber außer Ankündigungen bisher nichts genommen.“, kritisiert Tabea die Bundesregierung. Wahrscheinlich muss der Bär sein Warnschild nächstes Jahr zu Weihnachten wieder tragen. rio

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