Kein sechsspuriger Ausbau

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sprechen sich im Landtagswahlkampf gegen den sechsspurigen Ausbau der A643 aus. Stattdessen soll die Autobahn nur vierspurig und mit Randstreifen ausgebaut werden, die bei Bedarf befahren werden könnten. Zudem sollen Möglichkeiten zum Lärmschutz eingesetzt werden wie Lärmschutzwände oder Flüsterbelag und eine durchgehende Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 Stundenkilometer vom Anschluss an der A60 bis zur Autobahnbrücke durchgesetzt werden. Dies hat die Landesdelegiertenversammlung auf ihrem Programm-Parteitag beschlossen. Der Kreisverband Mainz hatte den Antrag eingebracht. „Es freut mich, dass uns die Landespartei in diesem wichtigen Punkt unterstützt“, sagt die Kreisvorstandssprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mainz, Katrin Eder. „Wir wollen die Anwohnerinnen und Anwohner vor zusätzlichem Lärm bewahren und das einmalige Naturschutzgebiet Lennebergwald soweit es geht schützen.“

Die Mainzer Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner hat eine Anfrage an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer gestellt. Derzeit ist der Ausbau der A643 samt Neubau der Schiersteiner Brücke nur mit 68 Millionen Euro im Bundesverkehrsplan eingeplant. „Diese Summe kann unmöglich kostendeckend sein“, sagt Rößner. Dies ist nicht die einzig offene Frage bei dem Projekt. Unklar ist auch, welche Folgekosten etwa für das Land oder durch so genannte PPP-Projekte anfallen, also privat vorfinanzierter, öffentlicher Bau. „Bei Großprojekten müssen die Menschen so früh wie möglich über alle Informationen verfügen. Wenn Landes- und Bundesregierung das vernachlässigen, werden halt wir Grünen die Informationen liefern“, so Rößner abschließend.

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