Anschlag auf Mainzer Synogoge – Mehr als ein „Dummer-Jungen-Streich“

MdB Rößner fordert intensive und schnelle Aufklärung

Die Mainzer Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner fordert eine gründliche und möglichst schnelle Aufklärung des Vorfalls am Samstagabend vor der großen Synagoge: „Wir dürfen nicht der Versuchung nachgeben, den Molotow-Cocktail-Wurf als Dummen-Jungen-Streich einfach abzutun. Die Synagoge ist ein sensibler Ort, hier können derlei Vorfälle – auch wenn sie keinen antisemitischen oder rechtsextremen Hintergrund haben – eine hohe Symbolkraft erreichen.“

Rößner bedauert mögliche Folgen des Vorfalls: „Die Jüdische Gemeinde hat sich dankenswerter Weise bisher bemüht, ein offenes Konzept zu verfolgen, die Synagoge für Interessierte zu öffnen und Besucherinnen und Besucher nicht durch sichtbare Sicherheitsmaßnahmen zu verschrecken. Gemeinsam mit der GRÜNEN Bundestagsfraktion durfte ich diese Offenheit und die herzliche Gastfreundschaft selbst genießen. Wenn jetzt Idioten die Synagoge nutzen, um ihre Infantilität auszuleben, zwingt das die Gemeinde, ihr Konzept zu überdenken. Wenn sich gar heraus stellt, dass es einen rechtsextremen oder antisemitischen Hintergrund für die Tat gibt, dann müssen wir alle – Gemeinde, Stadtrat, Polizei und Verwaltung – grundsätzlich überdenken, wie sich die Sicherheit und Unversehrtheit der Synagoge herstellen lässt.“

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