Es muss immer noch gekämpft werden: Tabea spricht über Erneuerbare und Demografie

Eigentlich müsste man ja als Partei bei soviel Lob misstrauisch werden: Der Ahrweiler Landrat Dr. Jürgen Pföhler (CDU) lobte bei seinem Grußwort, was es ohne die GRÜNEN an Fortschritt alles nicht gegeben hätte – und ließ dabei kaum ein Themenfeld aus. So fröhlich und entspannt die Feier zu 30 Jahre GRÜNE Ahrweiler im Bio-Weingut „Maibachfarm“ war, in den politischen Reden wurde deutlich, dass es auch weiterhin viel anzupacken gibt.
So zeigt das Beispiel Ausstieg aus dem Atomausstieg, dass für grüne Themen immer noch gekämpft werden müsse, wie Tabea in ihrem Grußwort ausführte. Die Politik der Bundesregierung sei unverantwortlich, da Atomstrom gefährlich sei, die Gesundheit schädige, nicht zu entsorgenden Müll hinterlasse und den Ausbau Erneuerbarer Energien blockiere. Als demografiepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion hob Tabea hervor, dass es insbesondere in den ländlichen Regionen Rheinland-Pfalz wichtig sei, die Infrastruktur zu gewährleisten und damit lebendige Dörfer zu erhalten. Sie betonte, dass Demografiepolitik immer unter dem Aspekt einer nachhaltigen Entwicklung angegangen werden müsse. „Ob die Umsetzung von 40 Jahre alten Plänen für eine Hochmoselbrücke diesen Kriterien heute noch entspricht, bezweifele ich,“ hob sie hervor. Vor allem auch die immensen Kosten solcher Projekte zeigen, wie falsch dieser Weg ist. „Wir wollen das Geld für Familien investieren, für Kinder, aber auch für Seniorinnen und Senioren – und es nicht wie die Landesregierung in Großprojekten wie dem Nürburgring oder dem Hochmoselübergang sinnlos verschwenden.“
Gut gewählt war vom Kreisvorstand Eveline Lemke und Wolfgang Schlagwein die Maibachfarm. Sie erwies sich als attraktiver Ort für eine Feier. Schon die Anfahrt bot mit Weinbergen und Schäferidylle einen interessanten Eindruck. Sekt und Weine aus eigener Produktion zeigten, dass Bio-Landwirtschaft und Weinbau der richtige Weg ist. rio

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