„Nachtflugverbot auch nicht kurzfristig lockern“

Die Mainzer Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner kritisiert Pläne von Verkehrsminister Peter Ramsauer, das Nachtflugverbot befristet aufzuheben. Er plant diesen Schritt zunächst von Sonntag bis Freitag, wie Bild.de meldet: „Eine wirtschaftliche Notwendigkeit ist für die Aufhebung nicht gegeben. Firmen, die auf Ersatzteile angewiesen sind, planen in der Regel im Voraus. Und für die Versorgung mit Luxuslebensmittel wie Muscheln Wohlbefinden und Gesundheit der Menschen durch nächtlichen Fluglärm zu gefährden steht in keinem Verhältnis.“

Rößner sieht den Schritt Ramsauers als Testlauf: „Die Bundesregierung plant ohnehin zu Gunsten der Fluggesellschaften und Flugplatzbetreiber das Nachtverbot zu lockern.Ein außergewöhnliches Ereignis wie der Vulkanausbruch auf Island wird vorgeschoben,um einen Präzedenzfall zu schaffen. Fluglärm gefährdet nach wissenschaftlichen Studien die Menschen in Regionen mit Flughäfen. Ihnen auch noch die kurze Schonzeit der Nacht zu nehmen, ist unverantwortlich. Die Bundesregierung zeigt sich wieder mal als Vertreter der Profitinteressen einiger Weniger zu Lasten der Interessen Vieler“, sagt Rößner abschließend.

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