N24 retten – es geht um mehr!

Zum gestrigen Treffen mit dem Redaktionsausschuss von N24 erklärt Tabea Rößner, medienpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen:

Die privaten Rundfunksender haben eine gesellschaftliche Verantwortung, die über reines Profitstreben hinausgeht. Rundfunk ist keine Ware wie jede andere, sondern dient der Willens- und Meinungsbildung. Da der Markt diese Aufgabe offenbar nicht von alleine regelt, brauchen wir eine Diskussion über den Informationsauftrag in den privaten Nachrichten und müssen über Anreize oder andere Regelungen im Rundfunkstaatsvertrag nachdenken. Der Ansatz der Landesmedienanstalten, Vollprogramme zur Ausstrahlung von eigenständigen Nachrichten zu verpflichten, kann dabei ein richtiger Weg sein. Die Politik soll und darf dem Rundfunk zwar keine Inhalte vorschreiben, aber sie muss einen Rahmen festlegen, der den Zuschauerinnen und Zuschauern im Ergebnis ein gutes Programm liefert.

Ich habe mich mit den Redakteuren des Senders N24 getroffen. Ihre Forderung nach einem quantitativen wie qualitativen Mindestumfang von Nachrichten sind nachvollziehbar:  Wollen wir gerade jüngere Zuschauerinnen und Zuschauer mit Nachrichten erreichen, dann spielen die privaten Sender eine wichtige Rolle.

Die Pläne des Vorstandsvorsitzenden machen klar, dass der Profitdruck gerade in Rundfunksender enorm ist, wenn diese in der Hand von Finanzinvestoren stehen. Wir befürchten, dass Nachrichten immer das erste Opfer des Sparzwangs werden. N24 darf nicht das Einfallstor für ein Nachrichtensterben im privaten Rundfunk werden. Wir schließen uns dem Motto des Radaktionsausschusses von N24 an: Rettet das N!

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